Vom Fahnenwächter zum Freiwilligen bei RBT De Langstraat
Ricardo erzählt, wie seine ehrenamtliche Arbeit eigentlich ganz natürlich begann. "Bevor ich zur RBT kam, war ich bereits in der Fahnenwache aktiv", erklärt er. An besonderen Tagen und bei Veranstaltungen hissten er und andere Freiwillige die Flagge auf dem Turm. Eines Tages erschien in der Gruppen-App ein Aufruf für Leute, die Interesse daran hatten, Führer auf dem Turm zu werden. An diesen Moment erinnert er sich noch gut. "Dieser Aufruf hat mich sofort angesprochen. Und so kam der Ball ins Rollen."
Seine Liebe zur Geschichte spielt dabei eine große Rolle. Ricardo denkt einen Moment nach und lächelt. "Diese Faszination begann schon früh", sagt er. Schon als Kind streifte er über die Wiesen rund um den Geertruidenberg, immer auf der Suche nach Spuren der Vergangenheit. "Was hier im Laufe der Jahrhunderte alles passiert ist ... das bleibt fast unvorstellbar." Genau diese Geschichten möchte er an andere weitergeben. Für ihn ist die Freiwilligenarbeit eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben und gleichzeitig die reiche Geschichte der Stadt lebendig zu halten. "In einer Zeit, in der jeder viel zu tun hat, ist das vielleicht wichtiger denn je.
Freiwillige Arbeit bei der Tourist Information Geertruidenberg
Ein durchschnittlicher Tag als Freiwilliger mag nicht unbedingt spektakulär sein, aber gerade deshalb ist er laut Ricardo so schön. Alles ist gut organisiert: Er weiß, wann er erwartet wird, der Schlüssel liegt bereit und die Informationen sind in Ordnung. Aber der eigentliche Wert liegt woanders. "In den Begegnungen", sagt er. "In den Geschichten, die man erzählt und manchmal auch zurückbekommt." Deshalb bereitet er sich immer gut vor. Nicht nur, um die Besucher zu informieren, sondern um ihnen wirklich etwas mit auf den Weg zu geben.
Als Stadtführer führt Ricardo die Menschen in den Turm, und noch bevor die Führung richtig begonnen hat, sieht er, wie es geschieht. "Dieses Wunder", sagt er. Die Besucher schauen nach oben, berühren sanft die alten Mauern und Treppen und sagen: Unglaublich, dass es das hier schon so lange gibt. Er lacht. "Und ehrlich? Das bleibt schön."
Als ich ihn frage, ob er eine lustige Anekdote von den Turmbesteigungen hat, beginnt er zu lachen. Offenbar ist das Läuten der Glocken während der Führung immer ein besonderes Ereignis.
Auf halber Höhe des Aufstiegs, in der Nähe der Glocken, warnt er seine Gruppe immer freundlich. Passt auf, bald fangen die Glocken an zu läuten. Es ist wirklich laut. Einige warten in dem Raum dahinter. Ricardo schaut sie nacheinander an. "Hände auf die Ohren", sagt er dann. Und dann... BOOM. Der erste Schlag der Glocke donnert durch den Turm. Die Besucher sind erschrocken. Und Ricardo? Er kann sich ein heimliches Lachen nicht verkneifen. "Ich habe euch gewarnt", sagt er, woraufhin die Gruppe gewöhnlich ebenso laut lacht.
Aber der schönste Moment ist seiner Meinung nach der, der ganz oben ist. Sobald die Leute das Dach betreten und die Aussicht sehen, verstummt das Gespräch. Weit entfernte Wahrzeichen sind zu sehen. Einen Moment lang sagt niemand etwas. Und dann erklingen durch die Luke wieder die Glocken. Diesmal erschrickt niemand mehr. "Dann lächeln sie einfach", sagt Ricardo. "Das ist mein schönster Moment auf der ganzen Tour."
Gemeinsam stark: das ehrenamtliche Team von TIP Geertruidenberg
Er ist auch begeistert von dem Freiwilligenteam des RBT De Langstraat. Er nennt alle Freiwilligen im TIP in Geertruidenberg "Topper". "Sie sind immer für einen da und haben ein offenes Ohr". Auch unter den Stadtführern gibt es ein großes Engagement. Sie helfen sich gegenseitig, führen manchmal gemeinsam Touren durch und tauschen Wissen und Erfahrungen aus. "Das macht das Team nicht nur stark, sondern auch gesellig", sagt er.
Schließlich gibt Ricardo gerne einen Tipp. Eigentlich fängt er bei den Einheimischen selbst an. "Viele Leute aus der Gegend haben den Turm noch nie bestiegen", sagt er. "Und das ist wirklich empfehlenswert." Für Besucher von außerhalb ist er sich sicher: Geertruidenberg ist eine schöne Festungsstadt, die unbedingt einen Besuch wert ist. "Kommen Sie zum Beispiel sonntags zu einer Führung mit einem Stadtführer und besteigen Sie den Turm", sagt er. "Sie werden erstaunt sein über die reiche Geschichte dieses besonderen Ortes."
Möchten Sie auch ein Freiwilliger bei Bezoek De Langstraat werden?
Bei Bezoek De Langstraat sind wir immer auf der Suche nach begeisterten Freiwilligen, die unser Team verstärken. Es gibt zum Beispiel tolle Stellen als Sachbearbeiter, Stadtführer oder Druckauslieferer. Sie werden Teil eines großen und netten Teams, mit dem wir auch jedes Jahr verschiedene Ausflüge organisieren.
Mehr Informationen