Ein Blick hinter die Kulissen bei Roza Ballonvaarten Ballonfahren in Brabant

Es ist ein warmer Sommerabend, als ich die Wiese beim Lido in Waalwijk betrete. In der Ferne sehe ich den Anhänger von „Roza Ballonvaarten“ stehen. Marianne und Ad Roza sind dort bereits eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Eine große schwarze Tasche wird aus dem Anhänger geholt, gefolgt von etwas, das ich sofort als den Weidenkorb eines Heißluftballons erkenne.

Von Laura van der Wal

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B&B De Langstraat

Wer Marianne und Ad Roza kennt, kennt vielleicht auch das B&B De Langstraat in Raamsdonk. In diesem ländlichen Bed & Breakfast empfangen sie seit Jahren Gäste, die Ruhe, Weite und Gastfreundschaft genießen möchten.

Das B&B befindet sich in einem wunderschön renovierten Bauernhof aus dem Jahr 1830. Die Gäste werden dort mit einem reichhaltigen Frühstück mit frischen regionalen Produkten aus dem eigenen Garten und der Umgebung verwöhnt. Es ist ein Ort, an dem man dem Trubel des Alltags entfliehen kann, mitten in der Landschaft Brabants.

Diese Liebe zur Gastfreundschaft und zu besonderen Erlebnissen spiegelt sich auch in ihren Ballonfahrten wider. Seit mehr als vierzig Jahren teilen Marianne und Ad ihre Leidenschaft für das Ballonfahren mit anderen. Eine Leidenschaft, die bei einem ganz besonderen Ereignis ihren Anfang nahm.

Ein Abenteuer, das 1983 begann

„1983 war es genau zweihundert Jahre her, dass der erste Heißluftballon abhob“, erzählen sie. „Um das zu feiern, wurde in Raamsdonksveer eine große internationale Ballonveranstaltung mit hundert Heißluftballons aus der ganzen Welt organisiert.“

Für die ausländischen Teams wurden Freiwillige gesucht. Marianne meldete sich und wurde einem englischen Ballonteam unter der Leitung des Piloten George Barnes zugewiesen.

„Schon am ersten Abend durfte ich mit in die Luft“, erzählt sie. „Ad stand damals noch hinter dem Zaun und schaute zu.“ Aber das dauerte nicht lange. Am nächsten Tag durfte auch Ad mitfliegen, und ein paar Monate später folgten seine ersten Flugstunden in Manchester.

Was als zufällige Begegnung begann, entwickelte sich zu einer lebenslangen Leidenschaft.

„Ballonfahren war damals wirklich ein Abenteuer“, erzählen sie. „Es gab keine Handys und kein Internet. Man wusste oft nicht genau, wo man landen würde.“

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Ein beeindruckendes Spektakel auf der Wiese

Die Vorbereitungen auf dem Feld laufen unterdessen weiter. Der Korb steht bereits an seinem Platz und der riesige Ballon ist auf dem Rasen ausgebreitet. Der bunte Stoff wirkt endlos groß, wenn er langsam ausgerollt wird.

Sobald alles befestigt ist, versammeln sich die Passagiere um Marianne für eine kurze Einweisung. Danach beginnt der spektakuläre Moment, auf den alle gewartet haben.

Mithilfe großer Ventilatoren strömt die erste Luft hinein. Langsam nimmt der Ballon Gestalt an. Was als bunter Stofffetzen beginnt, verwandelt sich innerhalb weniger Minuten in eine riesige Blase.

Ich finde es so beeindruckend zu sehen, wie schnell so ein riesiger Ballon zum Leben erwacht.

Dann ertönt das Geräusch der Brenner. Ein warmer Luftstrom füllt den Ballon weiter auf, der sich langsam über dem Feld aufrichtet. Die Menschen blicken nach oben, zeigen darauf und machen Fotos. Selbst vom Boden aus spürt man die Magie des Augenblicks.

Warum Ballonfahren nie langweilig wird

Auch nach über vierzig Jahren haben Marianne und Ad ihre Begeisterung für das Ballonfahren noch keinen Moment verloren. „Es bleibt etwas Besonderes“, erzählen sie. „Jede Ballonfahrt ist anders.“

Das liegt seiner Meinung nach vor allem daran, dass man nie genau weiß, wohin die Reise geht. „Man kann einen Ballon nicht wie ein Auto oder ein Flugzeug steuern. Man kann nur steigen oder sinken. Letztendlich bestimmt der Wind, wohin die Reise geht.“ Genau diese Unvorhersehbarkeit macht das Abenteuer so besonders. „Die Ruhe, die Aussicht und die Tatsache, dass man nicht genau weiß, wo man landen wird. Das ist der Zauber des Ballonfahrens.“

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Da gehen sie hin

Dann ist es soweit. Der Ballon steht vollständig aufrecht und die Passagiere steigen zügig in den Korb ein. Innerhalb weniger Minuten hebt der Ballon vom Boden ab. Geräuschlos steigt er in die Höhe.

Schon bald schwebt der Ballon hoch über Waalwijk. Die leuchtenden Farben heben sich wunderschön vom strahlend blauen Abendhimmel ab. Im warmen Licht der Sonne entsteht ein Anblick, der fast malerisch wirkt.

Vom Feld aus sehe ich, wie der Ballon immer kleiner wird, während er sich dem Horizont nähert. Mir wird sofort klar, was Marianne und Ad gemeint haben, als sie von der Magie des Ballonfahrens sprachen.

Brabant aus einem Heißluftballon

Laut Marianne und Ad reagieren Passagiere oft überrascht, sobald sie in der Luft schweben. „Die Leute denken oft, dass sie unter Höhenangst leiden werden, aber das passiert fast nie“, erzählen sie. Was ihnen besonders auffällt, ist die Ruhe. „Von oben merkt man nichts von dem ganzen Trubel am Boden. Man schaut von seinem eigenen kleinen Balkon aus nach unten.“

Außerdem entdecken Passagiere oft amüsante Details. „Wie ordentlich die Niederlande eigentlich sind. Und wie viele Schwimmbecken und Trampoline es in den Gärten gibt.“ Eine Perspektive, die man vom Boden aus nie bekommt.

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Wohin der Wind dich trägt

Roza Ballonvaarten hat in den vergangenen Jahrzehnten die Welt aus der Luft gesehen. Von den Alpen in 4,5 Kilometern Höhe bis hin zu Ballonfahrten über der saudischen Wüste.

Auch große internationale Veranstaltungen standen auf dem Programm. So nahmen sie in diesem Jahr zum 35. Mal an einem Ballonfestival in Joure teil und flogen im deutschen Warstein zwischen Hunderten anderer Heißluftballons.

Doch besondere Erlebnisse müssen nicht weit weg sein. Während ich sehe, wie der Ballon langsam über dem brabantischen Horizont verschwindet, wird mir bewusst, dass das Abenteuer eigentlich schon in dem Moment beginnt, in dem der Ballon auf einer Wiese ausgerollt wird.

Denn gerade dieses Unbekannte macht das Ballonfahren so besonders. Man steigt ein, schaut nach oben und lässt den Wind entscheiden, wohin die Reise geht.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum Marianne und Ad nach mehr als vierzig Jahren immer noch so begeistert davon sind. Wie sie selbst sagen:

„Begeben Sie sich auf dieses Abenteuer und lassen Sie sich überraschen, wohin der Wind Sie trägt.“

Roza Ballonfahrt

Möchtest du auch einmal eine Fahrt im Heißluftballon von Roza Ballonvaarten mitmachen? Dann schau doch mal auf der Website von Roza Ballonvaarten vorbei, um weitere Informationen zu erhalten, oder wende dich einfach an Marianne und Ad. Ebenfalls eine schöne Idee: Verschenke eine Ballonfahrt mit dem Geschenkgutschein von Roza Ballonvaarten.

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